Sanierung und Umnutzung des U-Turms, Dortmund

Begrenzter Wettbewerb mit Bewerbungsverfahren, 2006

in Zusammenarbeit mit Andreas Brüderle,
Angewandte Architektur, Würzburg

Der Weg zum Gebäude führt aus der Innenstadt Dortmunds über den Platz der Kunst und Skulpturen. Hier wird der U-Turm in seiner Gesamtheit erlebbar. Goldfarben, dem expressionistischen Duktus des Hauses angemessen, schimmert weithin sichtbar der Schleier, der als zweite Haut das Denkmal umhüllt.
Der nach oben hin durchlässiger werdende Umhang legt die ursprüngliche Gestalt des Turms frei, lässt ihn förmlich aus der Haut fahren. Er gewinnt durch diese leichte Dynamik zusätzlich an Höhe. Schönheitsfehler, Narben und Wunden der Fassade werden zunächst strahlend verborgen. Beim Blick hinter die Fassade aus horizontalen Messingrohren, werden die Verletzungen durch abgebrochene Anbauten deutlich. Dunkle Putzflächen sorgen dafür, dass die Narben der Vergangenheit ablesbar bleiben. Durch wahlweise Beleuchtung von Fassadenzwischenraum oder der Fassade durch Fluter sind nachts unterschiedliche Anmutungen mit Signalwirkung erzielbar, zum Beispiel als Hinweis auf Veranstaltungen.